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Westdeutscher Zucht- und Rassehunde Verein e.V - Rund um den Hund
letzte Aktualisierung: Dienstag, 19. Januar 2010 - 23:07

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GOT - Gebührenordnung für Tierärzte, gültig ab 08. Juli 2008


Nur wenige Züchter und Tierärzte scheinen das Schwimmer-Syndrom zu kennen.

Leider werden aufgrund dieser Unwissenheit viele betroffene Welpen euthanasiert. Dies geschieht, obwohl die Tiere durch relativ einfache Unterstützung ein völlig normales Leben führen.

Das Schwimmer-Syndrom beobachtet man bei Welpen bis rum 18. Tag. Je nach Rasse auch bei Welpen bis zu 5 Wochen.

Betroffene Tiere erkennt man an abgespreizten Gliedmaßen. Durch das Auseinandergrätschen der Gliedmaßen erfolgt Druck vor allem auf die Innenseiten der Gliedmaßenenden, wobei das eigene Körpergewicht durch Hebelwirkung verstärkt auf diese übertragen werden kann. Dadurch richten sich bei vielen Tieren die in diesem Alter noch sehr weichen Beine unter Belastung der Fußwurzel- und Fersengelenke weiter nach auswärts. Es kann dabei zu einer Überdehnung der betroffenen Gelenkkapseln kommen, die zu einer Versteifung führen kann. Wenn sich die Gliedmaßen dann dauerhaft verbiegen, kann es zu einer Versteifung kommen, die das Stehen oder Laufen unmöglich machen können.
Die Welpen bewegen sich in Paddel- oder Schwimmbewegung vorwärts. Laut vielen verschiedenen Berichten von Züchtern ist es jedoch durchaus möglich, die Tiere ohne weiteres Zutun doch noch auf die Beine zu bekommen und sie zeigen dann keine oder nur geringfügige Gelenk- oder Gliedmaßenveränderungen. Alles in allem sind die betroffenen Welpen in der Regel munter und kräftig.

Die Zuchtwarte und Züchter unterstützen die Vermutung, daß das Schwimmer-Syndrom durch unterschiedliche Faktoren in der kritischen Phase des Stehen- und Laufenlernens hervorgerufen werden kann. Es ist allgemein bekannt, daß eine glatte, rutschige Bodenoberfläche diese Störung begünstigt. Es kann allerdings auch möglich sein, daß es sich bei einem Teil der Tiere um eine Bewegungsstörung der Gliedmaßen aufgrund einer vorübergehenden Schwäche der Muskulatur handelt. In der Regel verschwinden die Bewegungsstörungen bis zum Ende des 1. Lebensjahres von selbst.

Das Schwimmer-Syndrom wurde bei vielen verschiedenen Hunderassen beobachtet. Da es sich um ganz unterschiedliche Rassen handelt, läßt es die Vermutung zu, daß es sich nicht um eine genetisch bedingte Störung handelt.

Wie erwähnt heilen die Störungen in vielen Fällen ohne Behandlung aus. In anderen kann meist Abhilfe geschaffen werden. Einige Züchter kommen allein mit Gewichtsreduzierung bei übergewichtigen Welpen, Massage der Beine und Bewegungstherapie oder der Bereitstellung einer griffigen Unterlage zurecht. In fortgeschrittenen Fällen kann man die Beine so bandagieren, daß vor allem die unteren Gliedmaßengelenke nicht weiter belastet werden.

Kurz um: Beim sogenannten Schwimmer-Syndrom sollte man nicht schnell aufgeben, denn sonst könnte es sein, daß man einem durchaus lebensfähigen Welpen, durch zu vorschnelles Einschläfern, die Chance nimmt in kürzester Zeit fit das Hundeleben zu genießen.

Bei Verdacht auf jedenfall den Tierarzt aufsuchen.
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Zuletzt aktualisiert am 08.09.2010